Ev.- Luth. Kirchengemeinde Heiligengeist in Kiel

Aktuelles

Was bedeutet Nordkirche für uns?

Die Nordkirche ist da!

Unsere vertraute Nordelbische Kirche gibt es nicht mehr. Seit Pfingsten sind wir Teil der neuen
Nordkirche geworden. Es gibt jetzt eine neue Evangelische Landeskirche an der ganzen deutschen Ostseeküste entlang, in der die bisherigen Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg sowie die Pommersche Kirche aufgehen. Das ist ein guter Neubeginn und ein wichtiger Schritt,
die ehemalige Teilung Deutschlands und der Welt zu überwinden. Jetzt ist es an uns, diese
neue Kirche mit Leben zu erfüllen und vielleicht auch die neu hinzugekommenen Kirchenkreise
bei Besuchen neu kennen zu lernen.

Zahlen und Fakten zur Nordkirche

In der Nordkirche arbeiten ca. 19.000 Kirchliche Mitarbeitende, davon 1.769 Pastorinnen
und Pastoren. Dazu kommen in der Diakonie rund 51.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
In den 1.067 Kirchengemeinden – 598 in Nordelbien, 269 in Mecklenburg und 189 in Pommern
– engagieren sich rund 92.000 ehrenamtlich tätige Männer und Frauen und tragen so wesentlich zum kirchlichen Leben bei. Im Jahre 2010 wurden 19.930 Taufen vollzogen, gut 23.000 Jugendliche sind konfirmiert worden und es gab 5.943 Trauungen und Gottesdienste zur Eheschließung. Im Bereich der künftigen Nordkirche wurden 25.530 Menschen kirchlich bestattet.

Ein besonderes Kennzeichen sind die 1.906 Kirchengebäude – davon 794 im bisherigen Nordelbien, 664 in Mecklenburg und 448 im pommerschen Gebiet. Der Gesamthaushalt für ein ganzes Kalenderjahr beträgt rund 420 Millionen Euro.

Das Bekenntnis in der Nordkirche

Die Nordkirche ist ein Zusammenschluss von zwei Kirchen aus der lutherischen Kirchenfamilie
und einer aus der unierten Kirchenfamilie. Diese zusammen zu bringen, war eines der größeren Probleme im Fusionsprozess. Erleichternd für eine Lösung war, dass sich auch die pommersche Kirche nach Artikel 108 ihrer Kirchenordnung als „Kirche lutherischen Bekenntnisses“ versteht. Sie ist daher ja auch immer Mitgliedskirche des Lutherischen Weltbundes gewesen. Man muss in diesem Zusammenhang auch berücksichtigen, dass die Evangelische Kirche der (altpreußischen) Union keine Bekenntnis-, sondern eine Verwaltungsunion war und dass es auf dem Gebiet der Pommerschen Kirche keine reformierten Gemeinden gibt. Die Nordkirche ist Gliedkirche der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und hat die Gastmitgliedschaft in der Union Evangelischer Kirchen (UEK) erworben, in der unierte und reformierten Landeskirchen zusammengeschlossen sind.

Die Nordkirche, die sich von den lutherischen Bekenntnisschriften her versteht, hat in ihrer Verfassung die Barmer Theologische Erklärung in die Bekenntnisgrundlagen aufgenommen. Von Bedeutung ist ebenso, dass die Nordkirche in ihrer Präambel die bleibende Treue Gottes zu seinem Volk Israel bezeugt und im Hören auf Gottes Weisung und in der Hoffnung auf die Vollendung der Gottesherrschaft mit ihm verbunden bleibt.

Weitere Informationen:
www.kirche-im-norden.de/verfassung.html

Was sich ändert in der Nordkirche

1. Pastor, Pfarrer oder was? - Neue und vertraute Bezeichnungen
Drei Kirchen und drei verschiedene Systeme der Benennungen kommen in der Nordkirche zusammen; so sagen die Mecklenburger Landessuperintendent, die Pommern Superintendent und die Nordelbier Propst zum leitenden Geistlichen eines Kirchenkreises. Mit den neuen Bezeichnungen werden Traditionen aus den Benennungen aus allen drei beteiligten Kirchen aufgenommen. Künftig wird es die Kirchengemeinde mit Kirchengemeinderat und die Bezeichnung Pastor/ Pastorin geben sowie die Kirchenkreissynode mit dem Kirchenkreisrat. Für die geistliche
Leitung des Kirchenkreises ist die Bezeichnung Propst bzw. Pröpstin beschlossen. In größeren
Kirchenkreisen mit mehreren Pröpsten werden Propsteien gebildet.

2. Das neue Kollektensystem
Seit der Zeit der ersten christlichen Gemeinden gehörten Hören und Handeln und auch das gemeinsame Tragen von Lasten zusammen. Daher sammeln wir auch heute noch in den Gottesdiensten die Kollekten, was übersetzt „Sammlung“ bedeutet. Das neue Kollektensystem für die Nordkirche, das ab 2013 gelten wird, basiert auf der geteilten Verantwortung. So können und sollen alle Ebenen der Kirche für die Kollektenvergabe Verantwortung tragen. Gemeinden, Kirchenkreise und Sprengel können in ihrer Region auch gemeinsam und gezielt Schwerpunkte setzen.

Am ersten Sonntag im Monat gibt es eine landeskirchliche Kollekte, am zweiten Sonntag eine
Kollekte des Sprengels und des Kirchenkreises im Wechsel, am dritten und vierten Sonntag eine Kollekte, die durch die Kirchengemeinden festgelegt werden kann. Die Kollekten am Erntedankfest, am 1. Advent und an Heiligabend sind für „Brot für die Welt“ bestimmt.

3. Die Bischofsämter
Die Nordkirche wird in Zukunft eine Landesbischöfin oder einen Landesbischof haben, gewählt
2013 und mit Sitz in Schwerin. Dazu gibt es ab 2018 drei bischöfliche Personen in den drei Sprengeln Schleswig und Holstein, Hamburg und Lübeck sowie Mecklenburg und Pommern.
In diesem Sprengel gibt es für eine sechsjährige Übergangszeit die bisherigen Bischöfe in Schwerin und Greifswald. Ab 2018 wird der Sitz der bischöflichen Person für diesen Sprengel
in Greifswald sein.

Pastor Niels-Peter Mahler nach Informationen der Arbeitsstelle Nordkirche


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(Hebr 13,2)

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