Chöre
Die Konzertreise der Heinrich-Schütz-Kantorei im Juli 2008 nach Budapest
Die Reisenden? - Nicht einer, sondern insgesamt 37, davon 32 Singende, ein Chorleiter und 4 Fans. Von Samstag 19. bis Samstag 26. Juli nach Budapest.
Die Fahrt? - Was eigentlich aus Kostengründen entschieden war, entpuppte sich als Glücksfall: der Flug ging nur bis Wien, so gab es eine gute Annäherung, d.h. etwas Zeit für den ersten „Braunen“ (Kaffee) in herrlicher Sonne am Westbahnhof, und durch die 3-stündige Zugreise nach Budapest Gelegenheit zu Eindrücken von der ungarischen hochsommerlichen Landschaft.
Unser Quartier? - Sehr einfach, im Stil einer alten Jugendherberge, an einer lauten Straße, aber dafür äußerst zentral gelegen zu allen Verkehrsmitteln und sehr preiswert. Man muss Prioritäten setzen! Nachdem es zum 1. Frühstück nur wenig zu essen gab und dazu knatschsüßer warmer Teesaft (oder war es Safttee?) gereicht wurde, fielen die weiteren Frühstücke reichlich und variationsreich aus, mit fast heißem Kaffee.
Das Wetter? - Ideal: zuerst erdrückende Hitze, dann ein Tag voller Regengüsse, dann trocken und mäßig warm, geeignet für das Erobern einer Großstadt.
Die Stadt? – Vielgesichtig: das bergige Buda, das platte Pest, getrennt durch die (nicht blaue) Donau, vereint durch die verschiedensten Brücken. Vor allem bestimmt durch die massiven Bauten aus der Habsburgerzeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, aber auch die wunderbaren Thermalbäder von der Türkenzeit bis zum Jugendstil.
Unsere Auftritte? - Ein großer Erfolg: im Gottesdienst am Sonntag in der klassizistischen Kirche am Deák Tér (die Lesung wurde extra für uns noch auf Deutsch vorgetragen), gleich am Abend dann in der kleinen evangelischen Kirche auf dem Budaberg (mit besonders herzlichem Empfang und einem ganz persönlichen deutschen Gebet für uns), am Mittwoch in der Barockkirche Szent Mihály in der Touristenrennstraße Vaci utca und am Freitag in der berühmten Matthiaskirche auf dem Budaberg.
Pannen? – Nur ganz kleine. Die vermeintlich größte Panne wurde zum Glücksfall: all unsere Nachrichten und Werbematerialien waren (angeblich) nicht an der richtigen Stelle der Matthiaskirche angekommen. Und so war wegen kirchlicher Veranstaltungen auch keine Probezeit in der Kirche selbst vor dem Konzert möglich gewesen. Alle Touristen, die sich wie wir vor der verschlossenen Kirche fanden, wurden von uns persönlich zum Konzert eingeladen. Es sollen ungefähr 200 gewesen sein, von denen sich nicht wenige anschließend bewegt bedankten.
Besonderes? - Die Unterstützung in Sprache und Gesang durch einen jungen, in Budapest lebenden Chorfreund. Der Schiffsausflug nach Szentendre, einem malerischen Ort, allerdings gespickt mit Souvenirläden - sozusagen das Rothenburg ob der Donau. Das gesendete Interview des ungarischen Rundfunks mit einem Konzertausschnitt. Der Ausflug ins Thermalbad von 5 Unermüdlichen bis um 3 Uhr morgens nach dem letzten Konzert.
... Was für eine gelungene Reise!
Marie-Charlotte Wahl
