Ev.- Luth. Kirchengemeinde Heiligengeist in Kiel

Patenschaften und Partnerschaften

Besuch aus Shokony Juni 2009

Der Aufenthalt unserer Gäste aus Shokony vom 30. Mai bis 16. Juni 2009 ist wie im Fluge vergangen. Es war für alle eine inhaltsreiche Zeit. Viele Begegnungen schufen ein tieferes Verständnis füreinander, und interessante Besichtigungen erweiterten Wissen und Horizonte.

Ein ausführlicher Bericht über alles würde zu umfangreich sein; deshalb möchte ich nur kurze Rückblicke geben. Unsere Gäste erlebten, dass sie überall herzlich empfangen wurden und willkommen waren. So erhielten sie auf dem Wochenmarkt auf dem ‚Exer‘ verschiedene spontane Einladungen zu Hofbesichtigungen und anderem – unvorbereitet und völlig überraschend.

Die Gäste konnten im Altenheim Dr. Petrick beobachten, wie freundlich und respektvoll alte Menschen zusammenleben und betreut werden und wie diese Freundlichkeit zu ihnen weitergegeben wurde. Das ließ sie neu über solche Einrichtungen für Tansania nachdenken.

Erstaunt und fast erschrocken beobachteten die Afrikaner, wie wenig Menschen in manchen Betrieben beschäftigt sind: in der Müllverbrennungsanlage, auf einem Bauernhof, im öffentlichen Busverkehr. Ihr Fazit: Maschinen fressen Menschen auf.

Die Begegnung im Konfirmandenunterricht und in der Schule in Rammsee zeigte deutlich auf, wie unterschiedlich die Tagesabläufe der Kinder sind: Bei uns viel freie Zeit am Nachmittag mit der Ausübung von Spielen und Hobbies, in Afrika sehr lange Schulzeiten und anschließend Verpflichtungen im Haus und auf den Chambas. Schule wird dort in der Regel nicht als Last empfunden, sondern als eine große Chance. Eine Chance für den einzelnen mit anschließender Berufsausbildung und eine Chance für Veränderungen in der Gesellschaft.

Spontan entwickelte sich eine große Nähe zwischen unseren Gästen und den Kindern in der Kinderstube und Kinderkirche. Die ganz Kleinen waren überrascht, dass in Afrika nicht nur wilde Tiere leben, sondern auch Menschen. Gemalte Bilder wurden ausgetauscht und werden weiterhin die Partnerschaft lebendig halten. Besondere Höhepunkte waren die Gottesdienste zu Pfingsten, zum Partnerschaftsjubiläum, zum Gemeindefest und zum Tansaniafest in der Nikolaikirche. Unsere Gäste erlebten viele Gottesdienstbesucher und -besucherinnen, lebendige Gospel- und andere Chöre, Kinder und Jugendliche. Singen und Beten und das Hören auf die biblische Botschaft verbanden uns miteinander und schufen eine bleibende tiefe Gemeinschaft.

Mit unseren afrikanischen Freunden freuen wir uns sehr, dass die Arbeit in der Dispensary so großen Erfolg hat. Die Patientenzahlen haben enorm zugenommen. Das liegt sicher an der sehr guten Ausstattung und medizinischen Betreuung; sie hebt sich deutlich von den staatlichen Dispensaries ab. Wir werden diese Arbeit mit Medikamenten und Ausstattung weiterhin unterstützen, vielleicht auch mit der Hilfe von Kieler Ärzten. Es gibt in Tansania noch keine verbindliche Krankenversicherung. Deshalb ist es für die Gemeinde so wichtig, mit ihren Einrichtungen ein soziales Netz aufzubauen, das in Not geratende Menschen auffangen kann. Während des Aufenthaltes unserer Gäste haben wir die Verlängerung des Vertrages für das Waisenprojekt gemeinsam unterschrieben. Damit ist diese Arbeit bis zum Ende 2010 gesichert.

Die Mitglieder des Tansania-Ausschusses stehen für weitere Berichte gerne zur Verfügung.
Ursula Sontag

 

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Tageslosung

17.06.2019

Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein.

Jesaja 55,10-11