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Rückblick: Die Einweihung des Paulus Pavillon
Feierliche Einweihung des Gemeindehauses an der Pauluskirche am Pfingstsonntag, 23. Mai 2010, 11 Uhr Gottesdienst, anschließend Imbiss und Musikprogramm.
Feierliche Einweihung des Gemeindehauses an der Pauluskirche und Eröffnung der Austellung 'Flammende Apostel' am Pfingstsonntag, 23. Mai, 11 Uhr Gottesdienst, anschließend Imbiss und Musikprogramm.
„Pauluspavillon“ heißt das neue Gebäude an der Nordseite der Pauluskirche. Mit diesem Gebäude und einem weiteren Neubau an der Ansgarkirche an der Holtenauer Straße will sich die Heiligengeistgemeinde fit für die Zukunft machen.
Pastor Niels-Peter Mahler, der Vorsitzende des eigens eingerichteten Neubauausschusses, sagt hierzu: „Der Kirchenvorstand hat mit diesen Entscheidungen viel Mut bewiesen. An der Pauluskirche bestehen jetzt hervorragende Möglichkeiten für Begegnungen bei Gottesdiensten, Konzerten und Veranstaltungen.“
Am Pfingstsonntag, 23. Mai, wurde das Gebäude nach einem Gottesdienst um 11:00 Uhr in der Pauluskirche durch Propst Thomas Lienau-Becker seiner Bestimmung übergeben.
In diesem Festgottesdienst wurde in der Pauluskirche die Ausstellung „Flammende Apostel“ des Schobüller Künstlers Ulrich Lindow eröffnet. Die zwölf überlebensgroßen, farbigen Holz-Skulpturen mit expressiver Gestik schuf der Künstler in Auseinandersetzung mit der biblischen Geschichte von der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu. Er fertigte die Skulpturen extra für dieses Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstbeirat der Kirchengemeinde Heiligengeist und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, die dem Koblasaschüler und ehemaligen Dozenten der Muthesiusschule aus diesem Anlass ein Katalogheft ihrer Reihe ars borealis widmet. Zeitgleich sind in der Ansgarkirche Brandreliefs zu sehen, die das Feuer thematisieren. „Die Begegnung mit den expressiven Skulpturen und Reliefs im Kirchenraum regt an, über eigene religiöse Erfahrungen nachzudenken,“ freut sich Pastorin Claudia Bruweleit über die gelungene Zusammenarbeit. „Die Gemeinde öffnet sich damit einem regen Austausch über die Interpretation ihres Namens Heiligengeist.“
Landtagsvizepräsidentin Herlich-Marie Todsen-Reese wird ein Grußwort an die Gemeinde richten. Propst i. R. Dietrich Heyde führt in das Oeuvre des Künstlers ein und Ulrich Lindow selbst wird im Anschluss zu Gesprächen zur Verfügung stehen.
„Die Pauluskirche ist eines der beiden Zentren unserer Gemeinde. Mit dem Bau des Pauluspavillons stärken wir das Profil dieses Standortes unserer Gemeinde,“ erläutert Pastor Dr. Matthias Viertel als Vorsitzender des Kirchenvorstandes die Absichten der Gemeinde. „Kirchenmusik wird diese Räume zum Klingen bringen und einladen zum Lob Gottes. Daneben bietet dieses Haus Raum für Begegnung und Besinnung an diesem geistlich geprägten Ort. In seiner schlichten, klaren Formensprache unterstreicht es die Schönheit und Bedeutung der Pauluskirche.“
Die Pastorinnen und Pastoren der Gemeinde haben viele Ideen für die Nutzung dieses Ortes, an dem die Gemeinde bisher die strukturellen Möglichkeiten zur Bewirtung und Beherbergung von Gruppen vermisst hat.
So lang wie die 1879- 1882 im neugotischen Stil erbaute Kirche selbst, strahlt der Pavillon mit seinen horizontalen Linien vor allem Ruhe aus. In der Mitte – direkt gegenüber dem seitlichen Nordeingang der Kirche tritt der Besucher in ein nach oben offenes Atrium, eine luftige Mitte, wie es das Kieler Architektenbüro Zastrow und Zastrow beschreibt, das dieses Projekt geplant und ausgeführt hat. Hier wird sich die Gemeinde nach dem Gottesdienst versammeln, um ihr neues Haus in Besitz zu
nehmen und die Fertigstellung mit einem
Sektempfang zu feiern.
Die Westseite des Pauluspavillons beherbergt einen ebenerdigen Gemeinderaum für bis zu siebzig Personen. Er soll vor allem als Probenraum für die
drei Chöre (Kinderchor, Heinrich-Schütz-Kantorei und Palestrina-Ensemble) dienen. „Großer Wert wurde auf eine für Gesang und Musik geeignete Raum-Akustik gelegt“, sagt der Organist und Kantor Andreas Koller. Diese wurde insbesondere durch eine ausgeklügelte Deckenkonstruktion erreicht.
Barrierefreie Sanitärräume und eine gut ausgestattete Küche erlauben jetzt Veranstaltungen für eine größere Personenzahl. Im Ostteil des Pavillons befinden sich kleinere Räume, Büros, der Pfadfindertreff und die neue helle Küsterwohnung.
Der alte Anbau in der Nordostecke der Kirche wurde bis zur Einweihung des Neubaus abgerissen. Dadurch wird der freie Rundweg um die Pauluskirche noch deutlicher als bisher. Insgesamt wurden auf dem Gelände um die Kirche herum 44 skandinavische Mehlbeeren (eine Art Eberesche) neu angepflanzt. „Das ganze Ensemble bekommt dadurch einen ruhigen, fast meditativen Charakter“, freut sich Pastor Mahler, „schon während der Bauphase nutzen Spaziergänger den neuen Weg.“ Auch an Parkplätze, vor allem auch geeignete Fahrradabstellplätze, wurde gedacht.
Die Ausstellung ist bis zum 27.6. 2010 zu sehen in der Pauluskirche Dienstags bis Sonntags von 9-17 Uhr und in der Ansgarkirche Montags bis Freitags von 9-17 Uhr. Gottesdienste mit Predigt zur Ausstellung finden statt am 23.5. und 6.6. jeweils um 11:00 Uhr in der Pauluskirche und am 30.5. und 13.6. um 9:30 Uhr in der Ansgarkirche. Kinderkunstführungen können vereinbart werden im Gemeindebüro unter 566561 und bei Pastorin Bruweleit unter 3800874.
Fotos: Alexandra Wings-Mahler
Archiv: Unsere Bauvorhaben
Ein neues Jahr, ein neuer Kirchenvorstand und neue Häuser, die wir bauen wollen als Zeugnis für Leben und Gedeihen unserer Gemeinde! Ein wichtiger Schritt ist noch im alten Jahr geschafft. Ein Wettbewerb brachte den erhofften Erfolg. Die mit dem 1. Preis für beide Bauteile ausgezeichneten Architekten Zastrow und Zastrow, mit Sitz in unserer Gemeinde, haben Lösungen vorgelegt, über die wir sehr glücklich sind.
