Partnerschaft mit der Gemeinde Shokony in Tansania

Eine sechsköpfig Reisegruppe aus unserer Kirchengemeinde ist seit dem 1. September 2026 zu Besuch in Shokony:

Nach 21 Stunden Anreise haben wir am Dienstag Morgen den Kilimanjaro Aiport erreicht, wo wir von der Partnerschaftsgruppe aus Shokony bereits erwartet und herzlich empfangen wurden. Den Rest des Tages  konnten wir nutzen, um die Partnergruppe und unsere Unterkunft am Fuße des Kilimanjaro kennenzulernen.

Seit Mittwoch haben wir ein volles, aber vor allem spannendes und vielseitiges Programm. In Shokony besichtigten wir  die Dispensary - eine kleine medizinische Station, die mit Mitteln unserer Gemeinde gefördert wird. Wir besuchten aber auch das Krankenhaus in Marangu und verschiedene Schulen. Doch auch durch Besuche bei Familien und (kirchlichen) Gruppen in Shokony lernten wir unsere Partnergemeinde kennen.

Bei einem Ausflug zu einem nahe gelegenen Wasserfall haben wir die beeindruckende Natur dieser Gegend kennengelernt und eine besondere Zeit mit unseren Partnerinnen und Partner verbracht. Zum Abschluss der ersten Woche konnten wir einen mitreißenden Gottesdienst erleben. Zu Beginn der zweiten Woche arbeiten wir gemeinsam mit unserer Partnergruppe in einen Workshop zum „Project Management“ und ebnen damit die Zukunft der Verbindung Shokony – Heiligengeist.

Wir freuen uns darauf, in der Gemeinde ausführlicher zu berichten. 

Karoline Koch für die Reisegruppe, 7.9.2026

Über die Eindrücke der Reise berichten wir gelegentlich im Newsletter und auf unserer Homepage. Bilder und Videos veröffentlichen wir außerdem auf  @weltweite_partnerschaft.

Shokony im Herbst 2023

 

Im Oktober haben die Menschen in Shokony Mais und Bohnen geerntet. Das Wetter war in diesem Jahr relativ gut.

Aber es gibt eine größere Gruppe älterer Frauen und Männer, die in besonderer Armut leben.  Sie besitzen kaum Land, und für diese Generation gibt es auch keine Rente. Ein  Rentensystem wird zur Zeit in Tansania für Arbeitnehmer überhaupt erst aufgebaut. 

Pastor Minja, der Gemeindepastor, möchte diesen benachteiligten Menschen helfen. Sie sollen ihre Ernährung aufbessern, indem sie Hühner, Ziegen oder Schweine halten und durch deren Verkauf kleine Einnahmen erzielen. Diese small-income-Projekte haben wir mit Geldüberweisungen unterstützt. Davon sollen zunächst auch Futter und Holz für den Bau von kleinen Ställen erworben werden.

Die dispensary, die Krankenstation, ist ein Projekt, das seit vielen Jahren existiert. Sie leidet seit langem darunter, dass die vom Staat vorgeschriebene Zahl  von Mitarbeitenden nicht bezahlt werden kann.  Die vorhandenen Mitarbeiter, ein Arzt, eine Krankenschwester und eine Laborassistentin, müssten verdoppelt werden. Wegen der fehlenden Mitarbeitenden ist die Zahl der Patientinnen und Patienten zu gering, und so sinken auch die Einnahmen. Eigentlich müssten sie in Shokony auch eine Mutter-Kind-Beratung einrichten, die dringend gebraucht wird.

 

In unserem Tansania-Komitee werden wir erneut überlegen, ob und wie wir dauerhaft helfen können.

Auf jeden Fall unterstützen wir weiterhin die etwa 100 Konfirmandinnen und Konfirmanden, so dass die Gemeinde für jede und jeden eine eigene Bibel kaufen kann. Und die Waisenarbeit, ein langjähriges Projekt, liegt uns auch weiterhin am Herzen, wir haben sie von Anfang an gefördert.

 

Wir danken allen, die durch Spenden und Kollekten die Partnerschaft unterstützt haben und bitten dringend um weitere Gaben.

 

Das Spendenkonto:  Evangelische Bank eG    IBAN DE35 5206 0410 4106 5065 00  Stichwort: Shokony

Ursula Sontag

Krankenstation und Apotheke

Für die dispensary (Krankenstation) werden die erforderlichen Instrumente / Apparate angeschafft. Ein Arzt, Laborassistenten, eine Krankenschwester sind wohl vorhanden. Aber sie wechseln sehr häufig. Die Gemeinde ist nicht in der Lage, gute Gehälter zu zahlen, wie es andere Einrichtungen wohl tun. Aber da etliche Fachkräfte arbeitslos sind, ist es bisher immer wieder gelungen, Ersatz zu erhalten.

Shokony Apotheke

Unsere Unterstützung bleibt wichtig

Für die handwerkliche Ausbildungsstätte sind nach wie vor zu wenige Jugendliche gefunden worden. Staatliche Einrichtungen sind für die Familien finanziell günstiger. So über-legen die Verantwortlichen in Shokony, diese Ausbildung aufzugeben. Das tut uns sehr leid, denn wir hatten die Hoffnung, durch sie den Jugendlichen ortsnah eine Ausbildung zu ermöglichen. Mit vielen Anstrengungen und gemeinsamen Aktivitäten in Shokony und unserer Heiligengeistgemeinde war alles geplant und aufgebaut worden. Bisher sind noch keine konkreten Ideen für die Verwendung des Gebäudes entstanden. Das Partnerschaftskomitee Shokony wird mit dem neuen Pastor alle Möglichkeiten sorgfältig prüfen müssen.

Unsere Partner in Shokony sind auf unser Mitdenken, unsere Fürbitte und auch finanzielle Hilfe sehr angewiesen. Deshalb wollen wir darin nicht nachlassen. Im Namen des Komitees bitte ich weiterhin um Ihre Spenden und danke herzlich allen, die unsere Partnerschaftsarbeit bisher unterstützt haben.

Ursula Sontag

Spendenkonto der Kirchengemeinde Heiligengeist

Evangelische Bank eG

IBAN DE35 5206 0410 4106 5065 00

Stichwort: Tansania-Partnerschaft